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Charlie Brown - Inhalt

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Handlung

Was kann man zu einem Musical noch sagen, dass auf einem Comicstrip basiert, der weltberühmt ist? Vielleicht, dass es in Struktur, Geschichte und Charaktere genau so ist, wie man es aus den Zeichnungen der "Peanuts" kennt. Und dass es eine pfiffige Musik und passende Texte dazu gibt.

Bei "Du bist in Ordnung, Charlie Brown" kann man allenfalls von einem Handlungsgerüst sprechen: Die 2 Akte verfolgen Charlie Brown und seine Freunde einen Tag lang. Die einzelnen Szenen bilden immer Momente aus dem Leben der "Peanuts"-Figuren ab - wie man es aus den Comics gewohnt ist, kurz und prägnant. So sehen wir Charlie Brown (Pascal Kranich) in seinen typischen Selbstgesprächen, die abwechselnd von Courage und Selbstzweifeln geprägt sind- und meist in einer peinlichen Pointe enden. Schroeder (Carsten Köster / Ulrich Osterland) versucht derweil, die unzweideutigen Avancen der penetranten Lucy (Daniela Bacher / Judith Nahm) abzuwehren. Das gelingt letztendlich erst, als ihm der Kragen platzt und er ihr erklärt, dass sie alle für eine Zicke halten - was Lucy dazu veranlasst, eine groß angelegte Meinungsumfrage zu ihrer Person zu starten. Womit sie natürlich bei Charlie mit genau dem richtigen beginnt!

Snoopy (Marco Vilardo) jagt derweil vom Dach seines Hauses aus den roten Baron oder philosophiert über sein Leben, während er aufs Abendessen wartet. Linus (Frank May / Mark Palkowitsch) brilliert mit seinem Fachwissen über jedes Thema, das gerade angeschnitten wird, wenn er sich nicht gerade in seine Schmusedecke vertieft. Alle begegnen einander während eines weiteren Versuchs von Charlie, das Baseballspiel für seine Mannschaft zu entscheiden, und einer von Schroeder anberaumten Chorprobe, in der sich dann aber doch alles nur um Linus' Bleistift dreht.

Clark Gesners Buch (deutsch: Nickolas Hause) und Musik bleiben den Charakteren aus den Comics treu und illuminieren die bekanntesten und wichtigsten Momente aus ihrem Leben. Dazu gehören auch die wenigen Szenen, in denen die Figuren für kurze Zeit aus ihren festgefahrenen Rollen ausbrechen und ihre Vielschichtigkeit und Tiefsinnigkeit in alltäglichen Situationen beweisen.

Über den "Peanuts"-Zeichner

Promotionphoto für Charlie Brown Das Gros der Darsteller unserer Produktion (wer ist wer)

Charles Schulz wurde am 26. November 1922 in St. Paul (Minnesota) als Sohn eines Friseurs geboren. "Sparky", wie er bis zuletzt von seinen Freunden genannt wurde, zeigte bald ein so reges Zeichentalent, dass sein Vater ihn zu einem Fernkurs für Cartoonisten anmeldete.
Schulz studierte Kunst und illustrierte nach dem Krieg das Comicbuch einer Kirche. Seine erste Serie erschien 1947 unter dem Titel "Li'l Folks" (kleine Leute) in der Zeitung "St. Paul Pioneer Press". Drei Jahre später wurde der Comicstrip an ein Syndikat verkauft und - zum Leidwesen des Künstlers - in "Peanuts" umgetauft.

Trotz seines Erfolgs kämpfte Schulz mit Depressionen und Ängsten, wie seine Biografin Rheta Grimsley Johnson 1989 schrieb. Schulz habe alle seine Gefühle der Zurückweisung und Unsicherheit in seine Cartoons übertragen. Charlie Brown: Auf gewisse Weise das Abbild seines Schöpfers. Auch Snoopy wurde von einem Hund inspiriert, den Schulz in seiner Kindheit hatte und den er als "schlauesten Hund, den ich je gesehen habe" beschrieb.

Mit Schulz sterben auch die "Peanuts". Fast 50 Jahre lang hat Charles M. Schulz jedes der 18.000 Abenteuer seiner kleinen Geschöpfe selbst erdacht und gezeichnet. Außer dem tragischen Helden Charlie Brown und seinem philosophierenden Hund Snoopy gehören unter anderem auch die vorlaute Lucy, Peppermint Patty und Pianist Schroeder zu den Stars aus der Feder des scheuen Amerikaners. Eine Vertragsklausel garantierte ihm, dass niemand anderes seine Figuren zeichnen durfte und darf.

Die Saga vom ewigen Verlierer Charlie Brown ist in 75 Ländern beliebt. Sie erschien in 2600 Zeitungen mit 350 Millionen Lesern. Schulz starb am 12.02.2000 an den Folgen von Darmkrebs, am Abend vor dem Tag, an dem wie von ihm vorgesehen der letzte "Peanuts"-Comicstrip erschien - er hatte im Dezember 1999 beschlossen, die Serie zu beenden.

Weitere "Peanuts"-Quellen im Internet...

Über das Musical

"Du bist in Ordnung, Charlie Brown" ist auch aufgrund der Möglichkeit, es bereits in einer kleinen Besetzung und mit kleiner Combo aufzuführen, schon immer bei Amateurbühnen beliebt gewesen. 1999 schaffte das Stück den Sprung an den Broadway.

Für diese Produktion wurde eigens die Musik durch den Komponisten und Texter Andrew Lippa um zwei neue Nummern erweitert, die sich aber nahtlos in Clark Gesners Kompositionen einreihen: "Beethoven Day", ein Gospel in dem Schroeder alle zur Feier von Beethovens Geburtstag animiert, und "My New Philosophy", in dem Charlies Schwester Sally Linus ihr Lebenskonzept erklärt.

Die Inszenierung, für die sich am 04.02.1999 im Ambassador Theatre zum ersten Mal der Vorhang hob, war nicht nur ein großer Erfolg beim Publikum, sie wurde auch für 2 Darsteller zum Sprungbrett für die Traumkarriere: Sally-Darstellerin Kristin Chenoweth und "Snoopy" Roger Bart erhielten jeweils den Tony Award für ihre Darstellung und sind seither gefragte Größen im Musicalgeschäft. Roger Bart spielt zur Zeit in der bei Publikum und Kritikern gleichermaßen beliebten Broadwayproduktion von Mel Brooks' "The Producers" mit, nachdem er den Gesangspart der Titelrolle in der englischen Fassung des Disneyfilms "Hercules" übernommen hatte.

Kristin Chenoweth geniest am Broadway bereits den Status einer Diva und hat einige Soloalben aufgenommen. Aber auch die übrigen Darsteller sind längst keine Unbekannten mehr: "Charlie Brown" Anthony Rapp ist Insidern in der Titelrolle des weltweit erfolgreichen Musicals "Rent" von Jonathan Larson bekannt, "Schroeder"-Darsteller Stanley Wayne Mathis spielte anschließend im ebenfalls Tony-prämierten Broadwayrevival von Cole Porters "Kiss Me, Kate" mit.

Zur Produktion

Während unserer Proben im Februar verstarb "Peanuts"-Zeichner Charles M. Schulz im Alter von 77 Jahren, weshalb wir ihm unsere Produktion widmeten.

Für Frank May, eines der langjährigsten Mitglieder (erster Auftritt in Winnifred), war dies der letzte Auftritt mit der Musicalklasse. Nach Abschluss seines Informatikstudiums arbeitet er seither im entfernten München.

Diese Produktion war das erste Stück der Musicalklasse, für das Nachmittagsvorstellungen (Matinées) durchgeführt wurden. Die Gesamtzahl der Vorstellungen erhöhte sich so auf 10. Die Nachmittagsvorstellungen waren vor allem für Familien mit jüngeren Kindern gedacht, die ihnen eine Vorstellung abends bis um 22 Uhr nicht zumuten wollten.

Musiknummern

1. Akt

"You're a good man, Charlie Brown"
- Ensemble
"Schroeder" - Lucy, Schroeder
"Snoopy" - Snoopy
"Meine Decke und ich" - Linus
"Der Drachen" - Charlie
"Der Doktor ist da" - Charlie, Lucy
"Die Geschichte von Peter Hase"
- Charlie, Lucy, Schroeder, Linus

2. Akt

"Das Baseball Spiel" - Ensemble
"Gesangsvereinsprobe" - Ensemble
"Wenig bekannte Tatsachen"
- Lucy, Linus, Charlie
"Abendbrot" - Snoopy, Charlie
"Happiness" - Ensemble
 
 
 
Ich bin sprachlos! Klasse Kaffee!